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F&A mit Julien Moncet

Motorenmanager


Motorenmanager

Im Januar 2019 übernahm Julien die vollständige Leitung der Geschäftsbereiche Motoren, Getriebe und Elektronik, als die Bereiche zu einer Einheit ‚Antriebsstrnag‘ zusammengelegt wurden. Julien koordiniert die Abläufe aller drei Abteilungen in einer Funktion, die an der Spitze aller Motorenentwicklungs- und Fertigungsprogramme für WRC und Customer Racing in unserem Werk in Alzenau steht. Der Franzose ist seit Anfang der Hyundai-Motorsport-Organisation dabei und war ursprünglich mit der Bereitstellung aller Motoren für unsere erste Rallye Monte-Carlo von 2014 beauftragt.

Was brachte Sie zu Hyundai Motorsport?
Nach ein paar Jahren im Motorsport arbeitete ich in Südamerika und war für die Zuverlässigkeit der Motoren von Straßenfahrzeugen verantwortlich, aber ich hatte das Gefühl, dass ich die DNA des Motorsports vermisste. Dann sah ich im August 2013 eine Anzeige von Hyundai Motorsport für einen Ingenieur für die Motorenentwicklung. Zufälligerweise war ich in Europa und hatte einen längeren Aufenthalt in Frankfurt, was mir einen Besuch des Werkes ermöglichte, und zwei Wochen später hatte ich meinen Vertrag! Das Unternehmen war neu, aber ich war Feuer und Flamme, mit einem offiziellen WRC-Hersteller ein Projekt von Grund auf zu starten. In der Vergangenheit hatte ich nur für bestehende Teams in der Formel Eins und im Rallyecross gearbeitet. Als die Abteilung Customer Racing etabliert wurde, kümmerte ich mich um R5 und TCR, und jetzt leite ich alle Motorenaktivitäten bei Hyundai Motorsport.

Was bedeutet Hyundai Motorsport für Sie?
Wir sind alle von einer Leidenschaft für den Motorsport getrieben, und das macht alles möglich, trotz eventuell auftretender Probleme. Es ist ziemlich hart, aber es gibt einem auch sehr viel, mit so schönen Autos und Produkten zu arbeiten. Für mich ist es eine Leidenschaft mit einem Ziel: zu gewinnen. Ich gewinne gern.

Was ist deine Verantwortung als Leiter der Antriebsstrangabteilung?
Meine Aufgabe besteht in der Koordination der Abläufe zwischen den Abteilungen Motoren, Getriebe und Elektronik. Mit Hybridtechnologien in zukünftigen WRC-Saisons sind diese Abteilungen sehr eng verknüpft und müssen zur Vorbereitung zusammenarbeiten. Motoren liegen mir immer noch sehr am Herzen, und ich verfolge alle Motorenabläufe aus der Nähe, von ihrer Entwicklung über die Fertigung bis zur Unterstützung bei Veranstaltungen. Ich versuche, jedem Teammitglied so weit wie möglich zu helfen, um sicherzustellen, dass sie unter den bestmöglichen Bedingungen arbeiten, die es für die jeweilige Leistung benötigt. Beim Motorsport dreht sich alles um Teamwork.

Wie hat sich deine Funktion im Laufe deiner Zeit im Unternehmen entwickelt?
Ich muss Hyundai Motorsport sehr dankbar sein. Sie gaben mir unglaubliche Möglichkeiten und ich denke, dass ich ein gutes Beispiel abgebe, wie sich eine Funktion innerhalb des Unternehmens entwickeln kann. Ich wurde ursprünglich als Ingenieur für die Motorenentwicklung angestellt, aber das Unternehmen war noch im Aufbau und ich wurde gebeten, die Motorenwerkstatt zu übernehmen, damit wir für unsere erste Rallye Motoren hatten. Das war für mich eine echte Herausforderung, denn ich bin eher ein Ingenieur als ein Motorenbauer. Als wir mit unseren Aktivitäten im Customer Racing begannen, zuerst mit dem R5, dann dem TCR, verfolgte ich beide Motorenprogramme. Im März 2017 übernahm ich dann die Gesamtleitung der Motorenabteilung und seit dem vergangenen Jahr bin ich für alle unsere Abläufe zum Thema Antriebsstrang verantwortlich. So hat sich meine Funktion bei Hyundai Motorsport in weniger als sechs Jahren vier Mal verändert!

Wie fühlt es sich an, den Erfolg unserer WRC- und Customer-Racing-Autos in aller Welt zu sehen?
Ich beschäftige mich seit ein paar Jahren mit dem Motorsport, aber der WRC-Markentitel von 2019 war mein erster und bisher einziger Weltmeisterschaftstitel – ich überlasse Ihnen die Vorstellung, wie stolz ich auf all die Arbeit war, die unser Team vollbracht hat, seit wir 2013 unseren ersten Werkzeugkasten kauften! Wie ich bereits sagte, werden wir vom Wunsch getrieben, zu gewinnen; somit war das eine großartige Errungenschaft. Jetzt, wo wir zum ersten Mal in den Genuss eines Sieges gekommen sind, wollen wir natürlich mehr.

Bei Customer Racing ist es ein etwas anderes Gefühl, da die Autos von anderen Teams eingesetzt werden. In der WRC ist es einfach – unsere Kunden sind unsere Crews. In R5 und TCR haben wir hunderte von Fahrern und Beifahrern. Es ist unglaublich zu erleben, wie die hier in Alzenau entwickelten Autos in aller Welt Rennen gewinnen, unter so vielen unterschiedlichen Bedingungen und in den Händen so vieler verschiedener Teams und Fahrer.

Gibt es in deiner bisherigen Zeit einen ganz besonders herausragenden Moment?
Natürlich: Der Weltmeisterschaftstitel von 2019 war ein unglaublicher Moment, ebenso unser erstes Podium und unser erster Sieg. Der spannendste Augenblick war für mich aber, als wir im Januar 2014 die Autos für unsere erste Rallye verluden. Die letzten Wochen vorher waren so intensiv und wir hatten sehr hart gearbeitet, Tag und Nacht, um alles (gerade eben) rechtzeitig fertig zu haben. Es war eine große Erleichterung, als wir sahen, wie die Autos angelassen wurden und nach Monte-Carlo fahren konnten. Die Rallye selbst brachte nicht das gewünschte Ergebnis, aber wir waren da!

Wie kamen Sie zum Motorsport?
Als Kind sah ich jedes F1-Rennen mit meinem Vater, aber bald war ich mehr an Flugzeugen interessiert! Es war in meiner Familie gemischt. Mein Vater war Pilot und mein Onkel war Formel-Eins-Journalist – und ist es immer noch. Der Wechsel erfolgte erst, als ich im Alter von 16 Jahren mein erstes Auto bekam; da änderte ich meine Ansichten. Ich hatte die Chance, bei Motorsport-Firmen Praktika zu absolvieren, als ich in der Schule war, und seitdem hat mich die Leidenschaft nie verlassen.

Abschließend: Was machen Sie gern in Ihrer Freizeit?
Freizeit ist im Motorsport rar! Ich versuche aber, mich fit zu halten, fahre fast jeden Tag Fahrrad, selbst in der Nacht auf meinem Heimtrainer, wenn ich keine andere Gelegenheit habe. Ich fahre immer noch an fast jedem Wochenende irgendwo in Europa Rennen. Mein zweites Hobby ist Surfen, aber das ist nicht so einfach, weil in Alzenau keine Wellen sind!

Erfahren Sie in der ersten Folge unserer BACKSTAGE-Dokumentation 2019 mehr über die wichtige Arbeit in unserer Zentrale in Alzenau.

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